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Rattus

Als Enkelin von TOD hat Susan Sto Helit etliche Talente, die den normalen Sterblichen nicht zu eigen sind. Trotz all dieser Dinge hat Susan einen Job gefunden, der ihr gefällt: Sie ist Grundschullehrerin in Ankh-Morpork. Dort bahnen sich bald Dinge an, deren Tragweite fast unabsehbar ist. Die Auditoren, die jedes unorganisierte Leben, ja, das Leben an sich hassen, haben ein Schlupfloch gefunden, um die Regeln zu umgehen. An sich dürfen sich die Auditoren nicht einmischen - doch als sie den Uhrenbauer Jeremy Clockson mit dem Bau einer perfekten Uhr beauftragen, läuten sie damit die Apokalypse ein. Denn eine perfekte Uhr bedeutet das Ende der Zeit.

TOD hat unterdessen andere Probleme - schließlich sollen die fünf apokalyptischen Reiter ausreiten, wenn das Ende der Welt gekommen ist. Ja, es sind tatsächlich fünf. Ronnie hat die anderen verlassen, bevor sie richtig berühmt wurden. Dummerweise sind die Verkörperungen der Reiter mittlerweile so menschlich geworden, daß sie zum Ausreiten einfach keine Lust haben. Ein anderes Problem haben jedoch die Monks of Time, die in den Bergen der Scheibenwelt dafür sorgen, daß das Morgen überhaupt erst zum Morgen wird. Lobsang Ludd hat nun für etlichen Wirbel gesorgt - dieser junge Mönch scheint ein Naturtalent in Sachen Zeit zu sein. Da die Lehrer nicht mit ihm fertigwerden, schicken sie ihn zu Lu-Tze, einer lebenden Legende. Doch Lobsang trifft statt auf den erwarteten Helden auf einen einfachen Sweeper - einem Raumpfleger. ;-)

Und während die perfekte Uhr allmählich zu ihrer Vollendung gelangt - und die vormalige Auditorin LeJean mit den Vor- und Nachteilen ihres Köpers zu kämpfen hat - versucht Lu-Tze zu verhindern, daß die Zeit von der Scheibenwelt verschwindet... "Thief of Time" ist der neueste Streich von Terry Pratchett. Nachdem "The Truth" auf deutsch erschienen ist, haben die englischkundigen Leser nun den Vorteil, schon den nächsten Scheibenwelt-Roman in den Händen halten zu können. Und - ja: Erneut kann Terry Pratchett mit einer temporeichen Handlung aufwarten, mit Humor und Charme - und zudem hat er auch diesmal eine Botschaft, die er dem Leser unaufdringlich vermittelt.

Wie schon in "The Truth" führt Pratchett auch hier neue Personen ein. Nanny Ogg wird zwar ebenfalls gesichtet, aber mehr am Rande. Und Susan Sto Helit ist in den letzten Romanen nur selten aufgetaucht. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob sie nicht tatsächlich zum ersten Mal erwähnt wird. (...) (...) Wie dem auch sei, Pratchett variiert wieder virtuos mit den Handlungsebenen. Und zudem stellt Terry hier die Frage, was eigentlich den Menschen ausmacht. Es ist vergnüglich zu lesen, wie die Auditoren in ihren menschlichen Körpern durch die Gegend irren und durch das Bombardement von - aber ich möchte nicht zu viel verraten. Anhand der Lady LeJean und auch durch die Personen der fünf Reiter demonstriert Pratchett jedenfalls, wie delikat die Definiton "menschlich" eigentlich ist. Und anhand von Lu-Tze lernt man mal wieder den Unterschied zwischen Schein und Sein.

Das Buch ist ein grandioser Rückblick, eine Darstellung der Entwicklung von Star Trek von den Reißbrettern angefangen. Und die Bilder, was ja wohl einen Bildband ausmacht, sind nicht etwa Billigeinkäufe von irgendwelchen Bootleggern am Set, sondern die Originale der Künstler, die Star Trek - also sein Erscheinungsbild - eigentlich geschaffen haben. Das Buch ist unterteilt in die die Fernsehserie und die Kinofilme (bis "Generations"). Natürlich kann man das Fehlen des letzten Kinofilmes beklagen, aber irgendwo muß ja schließlich Redaktionsschluß sein. Ansonsten ist alles da, was bisher gelaufen ist. Vieles mag heute recht primitiv anmuten, ja lächerlich (die "Kampfsklavin Shahna" riß mich jedenfalls absolut aus dem Sitz, kreischend) aber gerade das ist ja das interessante. Bei den späteren Folgen gibt es auch andere Seiten von ST - die ungezeigten Seiten wie tote Crewmitglieder oder alienmäßige Monster. Leute, die das alles geschaffen haben, leben nicht mehr. Als Star Trek aus der Wiege krabbelte, war ich noch nicht einmal in der Schule, als ich es zum ersten Mal bewußt sah, war es bereits zwanzig Jahre alt (was mit dem Ort zu tun haben mag, an dem ich aufwuchs). Ich bin kein Fan der "klassischen" Serie, und ich meine, daß die "Next Generation" viel zu wenige Seasons hatte. "Deep Space Nine" entwickelte sich in der letzten Season mehr zu meinem Geschmack, und Voyager verschenkte viel Potential.